Startseite Kontakt Impressum AGB Select Language:

DTE-Neuheiten - Maybach Zeppelin - Audi R8 5.2 FSI - Audi A6 Avant 3.0 TDI quattro - Mini Cooper S Cabriolet 2009 - Robuste Kombis

Neu im Programm

Eine Auflistung unserer Neuentwicklungen mit direkter Verlinkung zu den Fahrzeugdaten:

Luftschiff auf Erden

Neuvorstellung Maybach Zeppelin

In den bewegten 30er Jahren galt der Maybach Zeppelin als das wohl perfekteste Auto der Welt. Mit einer Zeppelin-Sonderserie lässt der edle Mercedes-Ableger diese Tradition nun wieder aufleben.

Wenn es bei der Marke Maybach an einem krankt, dann ist es der traditionsreiche Name. Für viele erlauchte Kunden macht ein Rolls Royce oder ein Bentley schon auf dem Papier einfach mehr her, als ein Maybach, der sich für viele nicht mehr als ein exklusiver Mercedes darstellt. Dabei ist es nicht so, als könnten die Schwaben nicht auf eine bewegte Vergangenheit zurückblicken. In den 30er Jahren hatte Maybach in Automobilbranche einen Ruf wie Donnerhall. Gemeinhin galten die Fahrzeuge als die exklusivsten und perfektesten der Welt.

Als ob ein Maybach in unserer Zeit nicht schon exklusiv genug wäre, lässt einen der neue Zeppelin in grenzenlosem Luxus von der turbulenten Vorkriegszeit träumen. Damals waren Luxuslimousinen mehr mobile Paläste denn fahrbare Untersätze. So ist auch der Maybach Zeppelin die Kaiserkrone auf dem aktuellen Mercedes-Thron. Ganz nebenbei soll der Name Zeppelin an die Historie der Manufaktur Maybach im Bau von Luftschiff-Motoren erinnern.

Mehr als 70 Jahre liegen zwischen dem Maybach der 30er Jahren und dem Sondermodell "Zeppelin"

Der historische Maybach Zeppelin wurde in seiner Zeit selbstredend von einem Chauffeur bewegt. 147 kW / 200 PS mussten seinerzeit reichen, um standesgemäß zum nächsten Empfang zu schweben. Der Zwölfzylinder mit mächtigen acht Litern Hubraum verbrauchte dabei mehr als 30 Liter auf 100 Kilometer. Der livrierte Fahrer hatte mit einem kleinen Schalthebel am hölzernen Steuer seine liebe Mühe und Not, die vier Gänge zu justieren, ehe man in dem tonnenschweren Schlachtschiff die Höchstgeschwindigkeit von theoretischen 170 km/h erreicht hatte. Ein über 135 Liter großer Tank sorgte dafür, dass man auch bei längeren Reisen nicht allzu oft zur Tankstelle musste.

Das geht mehr als 70 Jahre später noch etwas luxuriöser und noch etwas entspannter. Der sechs Liter große V12 des Maybach Zeppelin leistet Dank doppelter Turboaufladung beeindruckende 471 kW / 640 PS und ein gewaltiges Drehmoment von 1.000 Nm Drehmoment. Manuell schalten muss der Mann im Volant übrigens nicht mehr. Diese Arbeit übernimmt die bewährte Fünfgang-Automatik. Maybach überlässt es dem Kunden, ob er selbst das weiche Steuer in der Hand fühlen oder sich im Fond verwöhnen lassen möchte. Die auf 100 Fahrzeuge limitierte Zeppelin-Sonderedition ist mit normalem Radstand als Maybach 57 oder mit langem Radstand als 62er zu bekommen. Ähnlich wie sein traditionsreiches Vorbild aus den 30er Jahren glänzt der neue Automobilpalast mit einem auffälligen Zeppelin-Schriftzug zwischen den Frontscheinwerfern. Über alledem thront das erhabene MM-Logo.

Beiges Leder, echte Lammfelle und Klavierlack

Vom außen zu erkennen ist der Maybach Zeppelin durch seine farblich abgesetzte Schulterlinie in der Farbe hellbraun. Die restliche Karosserie ist in einem Tiefschwarz lackiert. Absetzen soll sich das Modell durch dunkelrote Rückleuchten und einen vertikalen Steg in der Heckschürze. Sonderwünsche sind selbstverständlich nicht ausgeschlossen. Obligatorisch sind jedoch die 20-Zoll-Alufelgen in schwarz-silber.

Exklusiver als in einem Maybach kann man kaum unterwegs sein – außer im Maybach Zeppelin. Beige Lederstühle mit schwarzen Kedern und dunklen Klavierlack-Oberflächen lassen einen königsgleich von A nach B gleiten. Wenn man länger im Fond unterwegs ist, empfiehlt es sich, aus den handgenähten Schuhen zu schlüpfen. Die Füße entspannen derweil auf echten Lammfellen.

Die Zeppelin-Schriftzüge im Innern bleiben dabei Geschmacksache. Sie finden sich zum Beispiel auf der Mittelkonsole, der optionalen Trennwand und den serienmäßigen Sektkelchen.

Duftflakon für 4800,-€ Aufpreis

Was der französischen Preiswert-Konkurrenz von Citroen oder Peugeot gleichermaßen Anerkennung und Kopfschütteln einbrachte, hat auf eine ganz eigene Art nunmehr auch in die Nobelliga des Fahrzeugbaus Einzug gehalten. So verfügt der Maybach Zeppelin über einen eindrucksvollen Aromaspender, der auf Knopfdruck betörende Düfte in den luxuriösen ledernen Innenraum verströmen lässt. Die Insassen können ihren Wunschduft in den dezent illuminierten Acrylglas-Flakon einfüllen lassen und der Traumreise für die Nase steht nichts mehr im Wege.

So viel Luxus für Körper und Nase hat seinen Preis. Der Maybach 57 Zeppelin kostet mindestens 483.140, der Maybach 62 Zeppelin 563.108 Euro. Dass der exklusive Duftflakon nochmals knapp 4.800 Euro Aufpreis kostet, dürfte die exklusiven Interessenten des Maybach Zeppelin kaum stören.

Das neue Prunkstück deutscher Automobilbaukunst kommt im September dieses Jahres auf den Markt. Auf ein Extra muss jedoch selbst der neue Maybach Zeppelin verzichten. Verfügte der erste Zeppelin neben den zwei Ersatzrädern auch über vier eingebaute Wagenheber, so muss das jüngste Nobelgefährt auf den bewährten Wagenheber im Kofferraum zurückgreifen.

Rennwagen

Fahrbericht Audi R8 5.2 FSI

Wer einmal hinter dem Steuer des Audi R8 V10 gesessen hat, wird kaum mehr Interesse an dem alles andere als schlechten Achtzylinder haben. So hart kann manchmal ein Sportwagenleben sein..

„In den letzten zwei Jahren haben wir vom R8 mehr als 10.000 Fahrzeuge verkaufen können“, so Audi-Chef Rupert Stadler, „das ist deutlich mehr als wir erwartet hatten.“ Zwei Jahre hatte der 420 PS starke Audi R8 4.2 FSI die PS-starken Gegner aus dem In- und Ausland das Fürchten gelehrt und sogar in Zuffenhausen für viele Stirnrunzeln gesorgt. Einen derart stimmigen Supersportwagen hätten Audi nur die wenigsten zugetraut. Die sportliche Konkurrenz wird zukünftig noch etwas mehr Gänsehaut bekommen, denn der neue Zehnzylinder ist im Audi R8 die wahre Bestbesetzung.

Wer denkt, dass ein R8 mit dem 420 PS starken V8-Triebwerk im Heck keine Wünsche offen lassen würde, hat noch nicht hinter dem Steuer des V10 gesessen. Der bietet mehr als nur 386 kW / 525 PS, zehn Brennkammern, 19-Zoll-Felgen und 530 Nm Drehmoment. „Wir hatten vom Start einige Interessenten, die uns bereits auf einen V10 angesprochen haben“, so Rupert Stadler, „schließlich hatten wir dieses Triebwerke bereits im Konzern.“ Doch erst einmal hieß es abwarten. Über die willigen Leistungsausbrüche von Zehnendern konnten sich bis auf weiteres nur Piloten von Audi S6, S8 und Lamborghini Gallardo freuen. Doch das ist mit dem Audi R8 5.2 FSI nunmehr vorbei.

Kolbengeschwindigkeit bei Höchstdrehzahl auf Formel-1-Niveau

Zwei Jahre hat die Entwicklungszeit gedauert, ehe der Zehnzylinder seinen Serienweg in den Audi R8 fand. „Wir haben in erster Linie viel Wert auf die Feinabstimmung zwischen Getriebe und dem gerade einmal 258 Kilogramm schweren Motor gelegt“, so Motoren-Entwickler Jürgen Königstedt, „bei Höchstdrehzahl legen die Kolben im Zylinder bis zu 27 Meter pro Sekunde zurück. Damit liegen wir auf Formel-1-Niveau.“

Im Durchschnitt soll sich der Zehnzylinder mit 13,7 Litern Super auf 100 Kilometern zufrieden geben. Der Unterschied zu seinem ungleichen Zwillingsbruder, dem Lamborghini Gallardo LP 560-4, ist enorm. Bietet der neben seinem extravaganten Äußeren das gewohnt spitze Fahrverhalten mit brüllenden Klang und kompromissloser Performance, so ist der R8 deutlich besser erzogen. Ohne dabei fahrdynamisch hinterher zu fahren.

Alltagstauglich trotz Rennsport-Qualitäten

Und wenn der R8 5.2 FSI eine große Stärke hat, dann liegt diese im Alltagsbetrieb. Wer einen bockelharten Sportwagen mit nervigen Zugkraftunterbrechungen und wildem Gebrüll erwartet, sieht sich schnell getäuscht. Stattdessen grummelt der Zehnzylinder im Heck munter vor sich hin; nie aufdringlich, nie störend, aber immer bereit zum Sprung.

Bereits der „kleine“ R8 verfügt über Rennsport-Qualitäten, einen exzellent abgestimmten Allradantrieb und einen beeindruckenden Alltagsnutzen. Doch der V10 kann eben alles was der V8 auch – nur eben eine ganze Klasse besser. Das zeigt sich nicht nur auf der Flanierrunde in der Innenstadt, sondern auch auf kurviger Landstraße oder gar der Rennstrecke. Denn gerade auch hier gibt sich das bis an die 9.000-Touren-Marke drehende Triebwerk keinerlei Blöße.

0 auf 100 km/h in unter vier Sekunden und 316km/h Spitze

Das exzellent abgestimmte Rennsport-Getriebe, die ebenfalls vom Gallardo entliehene R-Tronic, kostet nicht nur 8.000 Euro Aufpreis, sondern ist insbesondere auf der Rennstrecke eine wahre Wonne. Im Sport-Modus verzichtet sie auf das oft störende automatische Hochschalten. Hier wird der Gangwechsel nur dann eingeleitet, wenn der Fahrer es auch will. Das garantiert Bestzeiten auf dem Rundkurs.

Maximal 35 Prozent der Motorleistung lässt die Gemeinschaftsproduktion aus Ingolstadt und Neckarsulm an die Vorderachse. Damit die Verzögerung auch im Renntrimm stimmt, gibt es optionale Bremsscheiben aus Kohlefaserkeramik. 0 auf 100 km/h in unter vier Sekunden, 0 auf 200 km/h in gerade einmal zwölf, 316 km/h Spitze und Gänge die unter Volllast ebenso in die nächste Schaltstufe schnalzen wie bei lässiger Fahrt gibt es selten in einer derart perfekten Symbiose.

Auch spezielle Rennversion wird angeboten

Dabei wirkt der Motor nie angestrengt oder gar geschlaucht, sondern gibt sich dem Willen des Piloten für einen Sportwagen fast schon anschmiegsam hin. Die Gewichtsverteilung liegt bei 44:56 zugunsten der Hinterachse.

Außer dem potenten Mittelmotor zeigt sich der Audi R8 5.2 FSI optisch nahezu unverändert. Design- und Hightech-Merkmal sind die erstmals serienmäßig verbauten Voll-LED-Scheinwerfer, die aus kleinem Bauraum ein gleißend helles und ebenso charakterstarkes Licht zaubern. Manko: Trotz LED-Technik verfügen die Frontscheinwerfer weder über Kurven-, noch über Abbiege- oder Nebellicht. „Ist jedoch in Arbeit“, verlautet es aus Audis bekannt innovativer Lichtabteilung, „hier sind wir Vorreiter und mussten uns schließlich auch erst einmal an die gesetzlichen Vorgaben halten.“

Der Preis für den Audi R8 5.2 FSI liegt bei 142.400 Euro. Im zweiten Quartal soll der schnelle Renner auf den Markt kommen.

Doch der Audi R8 5.2 FSI kommt jedoch nicht allein. Mit dem stärkeren Triebwerk bietet Audi erstmals eine Rennversion R8 V10 MLS (Le Mans Series) für ambitionierte Kunden und Rennställe an. Der nahezu identisch motorisierte Rennwagen speckte kräftig ab, bekam Schweller, Flügel und den bekannten Renntrimm. Beim 24-h-Rennen am Nürburgring sollen einige Boliden ihren ersten großen Auftritt haben. Dann dürfte nicht nur die Eifel beben.

Traumfänger

Praxistest: Audi A6 Avant 3.0 TDI quattro

Handlungsreisende horten heimlich Audi-Prospekte unterm Kopfkissen. Der A6 ist der Traumwagen jedes Kilometerfressers: Geräumig, schnell, ziemlich sparsam und mit allerlei Helferlein ausgerüstet. Die sind aber teuer – und funktionieren nicht immer optimal.

Was haben Nivea, Google und Audi gemeinsam? Alle drei gehören zu den Lieblingsmarken der Deutschen. So jedenfalls lautet das Ergebnis einer kürzlich veröffentlichten Befragung von 250.000 Personen. Die Marke mit den Ringen fährt in Sachen Image allen anderen davon. Und kaum ein Modell steht so für Aufstieg von der piefigen Opa-mit-Hut-Marke zum Traumauto-Bauer wie der A6. Die meisten Autofahrer dürften einen A6 von hinten auf Anhieb erkennen, während sie die Front wahrscheinlich am schnellsten im Rahmen eines Innenspiegels identifizieren können. Der große Audi verbringt einen nicht unbeträchtlichen Teil seines Lebens auf der linken Autobahnspur. Die meisten Kunden ordern ihn mit PS-starken Motoren und hochwertiger Ausstattung. Die Wahl für den Avant fällt leicht, denn die Kombiversion sieht sogar eleganter aus als die Limousine.

240 PS mit Sechsstufen-Automatik zum stolzen Grundpreis

Die stärkste Dieselmotorisierung ist der A6 Avant 3.0 TDI quattro mit 176 kW / 240 PS, bei dem das optionale Sechsstufen-Automatikgetriebe für ein klassisches Langstreckenauto einfach dazugehört. Der Grundpreis beträgt dann stolze 50.100 Euro. Die Sicherheitsausstattung des A6 ist vorbildlich, und Dinge wie Nebelscheinwerfer oder Klimaautomatik sind immerhin an Bord. Die Liste der gern georderten Optionen allerdings ist ellenlang. Das Navigationspaket inklusive Bluetooth-Freisprecheinrichtung etwa kostet 2820 Euro, und allein die Optionen zum Thema Sitzkomfort umfassen acht verschiedene Posten.

Hat man sich die Wunschausstattung zusammengespart oder für den Dienstwagen zusammengestellt, wird der A6 schnell zum angenehmen Reisebegleiter. Mit dem drehmomentstarken Dreiliter-Diesel ist man schnell unterwegs, doch den angegeben Durchschnittsverbrauch von 7,1 Litern auf 100 Kilometer konnte unser Testwagen nicht erfüllen. Stattdessen schluckte der Wagen im Schnitt zwischen 8 und 8,5 Litern. Dank Allradantrieb kennt der Audi-Kombi keine Traktionsschwächen und legt nicht nur auf Schnee ein beeindruckendes Fahrverhalten an den Tag.

Elektronische Luftfederung, "Side-Assist" und Spurwechselassistent auf Wunsch

Mit elektronisch geregelter Luftfederung (1950 Euro) kann man den Wagen auf sänftengleichen Komfort oder dynamische Gangart trimmen, oder man entscheidet sich für die (meist optimale) automatische Einstellung von Fahrzeugniveau und Dämpfung. Über das „MMI“ genannte Fahrzeuginterface an der Mittelkonsole, das aus verschiedenen Drehreglern und Schaltern besteht, kann man diverse Einstellungen am Auto vornehmen. Das System hat seine Stärken – die Bedienung der Freisprecheinrichtung und des Radiosystems etwa gehen nach einer gewissen Eingewöhnung flott von der Hand – und seine Schwächen: Die Mischbedienung des Navigationssystems mit Drehregler und Schaltern erfordert es, öfter auf die Mittelkonsole zu schauen, da sich viele Schalter auch nach der Eingewöhnungsphase nicht durch Ertasten voneinander unterscheiden lassen. Im Vergleich zum neuen iDrive von BMW kann man sich beim Audi-System allerdings nicht so schnell in Untermenus verzetteln.

Für 600 Euro Aufpreis gibt es den „Side Assist“, der vor anderen Autos seitlich hinter dem Fahrzeug warnt. Das Warnlicht des Spurwechsel-Assistenten kann man zwar per Einstellungsmenü in der Helligkeit anpassen, doch das System arbeitet mit praxisfernen Abständen. In Stresssituationen lenkt das hektische Blinken manchmal mehr ab, als dass es hilft, wenn es oft vor Fahrzeugen warnt, die noch weit entfernt sind. Zumindest im Stadtverkehr stellt man das System schnell ab – und auch in einem Hightech-Kreuzer sollte man sich für einen gewissenhaften Schulterblick nicht zu schade sein.

Abstandstempomat manchmal phlegmatisch

Der Abstandstempomat (1590 Euro) hält automatisch einen vorher gewählten Abstand zum Vordermann, doch auch hier zeigen sich die Unterschiede zwischen Theorie und Praxis. Je leerer die Autobahn, desto größer ist der Komfortgewinn. Wie auch bei den Systemen von BMW oder Mercedes ist Audis Adaptive Cruise Control aber in manchen Situationen zu phlegmatisch – sie bremst spät, aber ziemlich stark oder braucht zu lange, bis sie nach einem Bremsvorgang wieder beschleunigt. Letzteres lässt sich aber durch einen Tritt aufs Gaspedal ausgleichen, ohne dass sich das System deaktiviert. Während der Testphase erwies sich der Abstandstempomat auch bei schlechten Witterungsbedingungen als zuverlässig.

2.0 TDI mit 136 PS als günstigere Alternative

Wer in Sachen Leistung Abstriche machen kann und Preisdifferenzen lieber in bessere Ausstattung investiert, dürfte übrigens schon mit dem 2.0 TDIe (100 kW / 136 PS, ab 35.100 Euro) glücklich werden. Der Vierzylinder-Diesel schiebt den schweren Wagen überraschend flott voran und verbraucht im Schnitt 5,3 Liter pro 100 Kilometer (Automatik: 5,8 Liter). Auf Allradantrieb muss man beim Zweiliter-TDI allerdings verzichten.

Mobile Sonnenuhr

Fahrbericht Mini Cooper S Cabriolet 2009

Bis zum Start des neuen Cabriolets mussten die Mini-Fans mehr als ein halbes Jahr überbrücken. Der Neue ist optisch ganz der alte und ist das einzige Auto mit eingebauter Sonnenuhr.

In Sachen Marketing macht den Mini-Leuten niemand etwas vor. Krise hin und Absatzprobleme her – die Sonnenanbeter scharren seit der Produktionseinstellung des alten Minis im letzten Frühsommer bereits hungrig mit den Füßen. Wird üblicherweise der Vorgänger direkt von einem Nachfolgemodell angelöst, so hatte Mini schlicht und einfach keine Motoren mehr für den Vorgänger und musste die Bänder bei vollen Auftragsbüchern abstellen. Diese Probleme hätten andere Hersteller auch gern. Die bei Chrysler eingekauften Triebwerke waren aus und so musste man eine Lücke von mehr als einem halben Jahr überbrücken.

Der neue Überrollschutz hinter den Fondkopfstützen
Nutzlos aber witzig: Der „Always-Open-Timer“
Der Vierzylinder-Turbo der Sportversion Cooper S

Ab Ende März steht das neue Mini Cabriolet bei den Händlern. Endlich gehört das metallene Hirschgeweih eines Überrollbügels der Vergangenheit an. Der Überrollschutz fährt in Sekundenbruchteilen hinter den Fondkopfstützen aus und beleidigt das Auge nicht wie bisher. Das vollelektrische Stoffdach ist zudem deutlich flacher als zuvor und eine Analoguhr neben dem Tourenzähler zeigt, wann die Sonnenstunden geschlagen haben.

Mit "Pepper" oder "Chili" gibt's den "Always-Open-Timer" dazu

Vorausgesetzt man entscheidet sich für eines der beiden Pakete „Pepper“ oder „Chili“, bekommt man den ebenso spaßigen wie ungewöhnlichen „Always-Open-Timer“. Der zeigt an, wie lange man mit offenem Dach unterwegs gewesen ist. Die Gesamtzeit kann zudem über den Bordcomputer abgerufen werden. Nutzloser kann ein Ausstattungsdetail kaum sein, doch die Mini-Fans werden den Timer lieben. Man darf sich bereits auf die ersten Treffen der weltweiten Mini-Clubs freuen, bei denen um die meisten Sonnenstunden gewetteifert wird.

Obwohl optisch wenig passiert ist, ist das neue Mini Cabriolet ein deutlich besseres Auto. Endlich kommen auch die Cabriofans in den Genuss von modernem Vierzylinder-Turbo und verbessertem Fahrwerk. Wer es sportlich mag, entscheidet sich für die Sportversion Cooper S, die mit 128 kW / 175 PS und 240 Nm maximalem Drehmoment den Frontantrieb schon einmal in dynamische Bedrängnis bringen kann. Gerade in engen Kehren hat der offene Mini bisweilen seine liebe Not, die Leistung auf den Boden zu bekommen.

Sportversion Cooper S
Die Schiebedachfunktion
Umklappbare Rückbank

Bissiger Turbo mit Boostfunktion sorgt für Fahrspaß

Der Sound ist prächtig, der Fahrspaß sowieso. Die direkte Lenkung, die präzise Schaltung und der bissige Turbo mit Boostfunktion passen gut zusammen. Mini verspricht bei aller Dynamik, dank Start-Stopp-Automatik und Bremsenergie-Rückgewinnung, einen Durchschnittsverbrauch von 6,4 Litern Super auf 100 Kilometern. Wer sich mit weniger Leistung zufrieden gibt, wählt den normalen Cooper. 88 kW / 120 PS kosten 4.000 Euro weniger als beim mindestens 26.500 Euro teuren Topmodell S.

Die stramm sitzende Stoffmütze kostet einiges an Kofferraum, lässt sich bis 30 km/h in 15 Sekunden öffnen und schließen. Bereits die Schiebedachfunktion bringt mächtig Wind in den Innenraum. Ab 80 km/h wird es jedoch laut und zugig zugleich.

Mehr Ladevolumen durch umklappbare Rückbank

Kaum verändert hat sich durch das neue Dach das Ladevolumen. Das variiert je nach Dachposition zwischen 125 und 170 Litern. Wer die Rückbank umklappt, kann beim nächsten Wochenendausflug 660 Liter nutzen. Doch das Ladevolumen dürfte kaum ein entscheidendes Kaufkriterium sein. Der Mini ist gerade als Cabriolet ein Singleauto und steht besonders bei der Damenwelt zwischen Malibu, Oxford und Tokio hoch im Kurs.

Auch bei höheren Geschwindigkeiten macht das Dach einen guten Eindruck. Immerhin schafft der Cooper S über 220 km/h Spitze und schafft den Spurt 0 auf 100 km/h in 7,4 Sekunden.

Was kostet der Open-Air-Spaß?

Doch was wäre das beste Marketing ohne die entsprechenden Kunden? Die warten ohne Groll nicht nur ein paar Monate auf einen neuen Messias, sondern greifen auch gerne tief in die Tasche. Denn bei einem unterscheidet sich das prächtige Mini Cabriolet der neuen Generation nicht von seinem über 160.000mal gebauten Vorgänger: Geht es um Individualisierung und luxuriöse Extras, so ist der Neue ganz der alte. Für die 26.500 Euro des Topmodells bekommt der Kunde gerade einmal ESP, Klimaanlage, Alufelgen, Radio, Airbags sowie ein CD-Radio. Und weil es mit der Sicht nach hinten auch durch die neue Verdeck-Kinematik immer noch nicht zum besten bestellt, ist, werden gerade klein gewachsene Personen die serienmäßige Einparkhilfe zu schätzen wissen.

Selbstverständlichkeiten wie Klimaanlage, Nebelscheinwerfer, beheizte Außenspiegel oder Regensensor muss man teuer extra ordern; vom Rest ganz zu schweigen. Und für eines der beiden sinnvollen Pakete „Chili“ (Copper S) oder „Pepper“ (Cooper) sind 3.040 bzw. 1.540 Euro fällig. Sonst gibt es auch keinen „Always-Open-Timer“ und man muss selbst zählen, wann einem die Sonnenstunden geschlagen haben. Wäre doch schade drum.

Auf die sanfte Tour

Hintergrund Softe Allradler

Die SUV sind ins Gerede gekommen. Dafür geben jetzt die robusten Kombis Gas. Der BMW X1 steht im Herbst in den Startlöchern. Audi A4 Allroad und Saab 9-3X feiern bereits auf dem Genfer Salon ihre Premieren.

Premiere für den Audi A4 Allroad

Für viele Hersteller darf es gerade in diesen Zeiten gerne eine Klasse kleiner sein. Bereits bei der Vorgängerversion hatten viele einen Audi A4 Allroad erwartet. Doch die Ingolstädter beließen es bis auf weiteres beim größeren A6 und präsentieren den kleinen Vierer-Allroad erst in der aktuellen Version.

Genau das richtige für all diejenigen, denen der Q7 zu mächtig und selbst Q5 oder A6 zu hoch bzw. groß ist. Ebenso wie sein größerer Bruder, der A6 Allroad, kann der Neue nicht viel mehr als der bekannte A4 als Quattroversion. Im unwegsamen Geläuf hilft jedoch die größere Bodenfreiheit; in der Einfahrt vor dem Haus hilft die auffällige Optik. Denn dunkle Schutzleisten und Schürzen sowie die Bodenfreiheit von 18 Zentimetern lassen den A4 Allroad einen Hauch martialischer daherkommen, als ein gewöhnlicher A4. Zudem gibt es die bekannten Motoren, Ausstattungen und Assistenzsysteme.

Verkaufsstart ist im Frühsommer dieses Jahres, der Grundpreis liegt bei 37.100 Euro. Das Motorenspektrum umfasst zwei Diesel (170 und 240 PS) sowie einen Vierzylinder-Benziner mit 211 PS.

Saab 9-3X - als Benziner stimmig aber als Diesel eine Mogelpackung

Da schaut der durchaus sehenswerte Saab 9-3X verstört aus der Wäsche. Er feiert ebenfalls auf dem Genfer Salon seine Weltpremiere. Ist mit über 40.000 Euro Einstiegspreis jedoch deutlich teurer. Peinlich: das Volumenmodell 1.9 TTiD verfügt nur über eine Offroad-Optik. Einen Allradantrieb gibt es nur für den Benziner.

Weil neue Modelle fehlen, ergänzen die GM-Schweden nach der Vorstellung des lange erwarteten Allradantriebs das Produktportfolio mit einer robusten X-Variante. Sein aktives 4x4-System verteilt das Drehmoment des Motors zwischen Vorder- und Hinterachse je nach Bedarf für optimalen Grip und Stabilität in allen Fahrsituationen. Der Gegner des Audi A4 Allroad oder des Subaru Outback bietet im Grunde das, was auch ein normaler Saab 9-3 XWD bietet.

Zumindest wenn man sich für die Benzinerversion entscheidet, gibt es die obligatorischen Kunststoffplanken, 3,5 Zentimeter mehr Bodenfreiheit und serienmäßigen 4x4-Freiheitsdrang. Basismotor ist der Saab 9-3X XWD 2.0 T mit 154 kW / 210 PS und 300 Nm Drehmoment. Der 180 PS starke Diesel ist jedoch nicht mehr als eine Mogelpackung, weil er allein über die Vorderachse angetrieben wird.

Der X1 als Concept-Studie
und der Erlkönig auf Abstimmungsfahrt

BMW X1 kommt als kleiner Bruder des X3 am Ende des Jahres

Optisch etwas mehr Richtung Crossover geht der neue BMW X1. Er kommt zum Ende des Jahres auf den Markt und macht als kleiner Bruder des X3 bereits im Vorfeld der Konkurrenz Angst.

Die hat mit Audi Q5, Volvo XC60 und Mercedes GLK gerade einmal eine Antwort auf den vergleichweise alten X3. Doch der X1 ist nahezu fertig und bringt in diesen Wochen gerade die letzten Abstimmungsfahrten in winterlichen Gefilden hinter sich. Mit einem Radstand von 2,76 Metern und einer Gesamtlänge von 4,50 Metern gibt es Platz für vier Personen und wohl eine Wahl zwischen Allrad- und Heckantrieb, die jedoch der Sparversion mit Start-Stopp-Funktion vorbehalten bleiben dürfte. Während die Benziner im BMW X1 mit vier und sechs Zylindern zwischen 150 und 306 PS leisten, müssen die Diesel aus Gewichts- und Platzgründen mit vier Brennkammern auskommen. Die mit 1er und 3er eingeführten „Efficient Dynamics Maßnahmen“ bekommen alle X1-Versionen.

Robuste Kombiversionen mit Offroad-Touch sind auch bei Herstellern wie Opel, Mercedes und Volvo in Planung. Bleibt abzuwarten, ob auch sie beizeiten auf den rustikalen Kombizug aufspringen.