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PedalBox - dynamisch, reaktionsschnell, variabel auf Knopfdruck / Audi Assistenzsysteme / Porsche Race Car Classic / Fahrbericht Audi A4 3.0 TDI quattro / Tokyo Motor Show - japanische Studien

Die Pedalbox - dynamischer, reaktionsschneller, variabel

Jetzt 50,-€ Rabatt für Newsletter-Abonnenten

Kennen Sie das Gefühl, dass Ihr Fahrzeug bei der Gasannahme nicht so reagiert wie man es sich wünschen würde? Es kommt zu Verzögerungen im Anfahrverhalten und bestimmten Fahrsituationen bei Betätigung des Gaspedals? Hierbei handelt es sich um ein weit verbreitetes Symptom fast aller neuen Fahrzeuge, die mit einem elektronischen Gaspedal ausgestattet sind.

Zur Lösung dieses Problems, haben wir die PedalBox entwickelt. Ein „Plug and Play“-Steuergerät, dass mit vier wählbaren Programmen für ein variables Ansprechverhalten des Gaspedals und einen erweiterten Wirkungsgrad sorgt – auf Knopfdruck!

Was bewirkt die PedalBox? Die Vorteile auf einen Blick:

  • Verbesserte Gasannahme

  • Keine Anfahrschwächen bzw. Verzögerungen mehr bei der Betätigung des Gaspedals

  • Keine „Turbolöcher“ mehr beim Getriebewechsel bei automatischer Kraftübertragung

  • Leichter Ein- und auch wieder Ausbau, ohne dass der Ausbau Spuren hinterlässt

  • Nach dem Plug-and-Play-Prinzip ist die PedalBox sofort betriebsbereit

  • Für alle Fahrzeuge mit Automatikgetriebe oder Schaltgetriebe

  • Ideale Ergänzung zu den DTE-Systems Tuningsystemen

Ein erstaunlicher Effekt, von dem Sie sich als Newsletter-Abonnent jetzt risikolos und zum Sonderpreis überzeugen können. Zur Produkteinführung gewähren wir Ihnen einen satten Rabatt von über 24%! Beschenken Sie sich jetzt mit der Pedalbox und sparen Sie dabei 50,-€. (Zeitlich befristete Aktion, endet noch in diesem Jahr)

Interessiert? So kommen Sie an den Rabatt:

Online Bestellung

  • Bestellen Sie auf unserer Internetseite www.pedalbox.com
  • Auf der zweiten Seite des Bestellformulars, tragen Sie in das Feld „Ergänzende Mitteilung an uns“ das Stichwort „Newsletter-Rabatt“ ein.
  • Sie erhalten dann eine Bestellbestätigungs-Email mit dem um 50,-€ reduzierten Preis.

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  • Rufen Sie uns an unter: 0800.77 111 88 (kostenlos aus dem deutschen Festnetz) oder +49 (0)2363.36 54 70 (aus dem Mobilnetz o. dem Ausland)
  • Verweisen Sie auf diese Rabattaktion und Sie erhalten automatisch den Rabatt i.H.v. 50,-€
  • Bei einer telefonischen Bestellung können wir Ihnen auch weitere Zahlungsarten wie Kreditkartenzahlung oder Lastschriftzahlung (Bankeinzug) anbieten.

 

 

Fahrer denkt, Auto lenkt - und umgekehrt

Technik: Assistenzsysteme

Selbständige Notbremsung, Einparken von Geisterhand, teilautomatisches Fahren: Audi bastelt an den Helfern von morgen. Manche Systeme sind allerdings nicht ganz neu und einige funktionieren nur, wenn Autos untereinander vernetzt sind.

Einmal nicht richtig geschaut und die Tür aufgerissen – schon dreht der Radfahrer einen Purzelbaum. Damit so etwas beim Aussteigen nicht mehr passiert, hat Audi den „Side Assist“ entwickelt. Das System nutzt die Radarsensoren, die bereits während der Fahrt vor Autos im toten Winkel warnen. Wenn sich beim Aussteigen von hinten schnell ein Auto oder ein Radfahrer nähert, leuchtet zunächst ein kleines rotes Dreieck neben dem Türgriff. Wenn Fahrer oder Passagiere dennoch die Tür öffnen, flammt ein langes rotes Leuchtenband in der Tür auf und ein Warnpiepser schallt durchs Cockpit. Die gleichen Sensoren im Heck des Autos warnen beim Rückwärtsausparken vor Querverkehr, der sich rasch nähert. Beide Assistenzsysteme seien nicht mehr weit von der Serienreife entfernt, so ein Audi-Entwickler.

Kreuzungsassistent benötigt Automotive WLAN

Das sieht beim Kreuzungsassistenten ganz anders aus. Das Problem ist nicht die Technik an sich, denn die funktioniert zumindest bei der Demonstration einwandfrei: Mit weißen Planen simulieren die Entwickler eine Kreuzung, bei der das einbiegende Fahrzeug keine Sicht auf den Querverkehr hat. In der Realität wird die Sicht schließlich häufig durch parkende Autos blockiert. In der Fahrschule lernt man, sich in solchen Fällen vorsichtig in die Kreuzung hineinzutasten. Mit dem Kreuzungsassistenten ist das kein Problem: Er erkennt ein quer vorbei rauschendes Auto schon, bevor der Fahrer es sehen kann. Im Bildschirm des Borcomputers erscheint eine Warnung oder sie wird als roter Streifen direkt in die Windschutzscheibe projiziert.

 BMW demonstrierte bereits ein ähnliches System, dabei ging es vor allem um mehr Sicherheit für leicht zu übersehende Motorradfahrer. Das Geheimnis des „Hellseher“-Autos lautet Automotive WLAN. Die dazu nötige Funkantenne findet in der GPS-Antenne des Wagens Platz und überträgt drahtlos Daten zwischen verschiedenen Fahrzeugen. Zwei Autos können sich also miteinander „unterhalten“, ohne dass sie sich in Sichtweite ihrer Piloten befinden. Da liegt dann auch der Haken an der Sache: Die vorausschauende Warnung funktioniert nur, wenn der potenzielle Unfallgegner das gleiche System an Bord hat.

 

In die Garage ohne Fahrer

Ein voll ausgestatteter Premiumwagen ist heutzutage ein rollendes Hightech-Gerät. Vor allem bei Audi, BMW und Mercedes wimmelt es nur so von Front- und Heckkameras, Ultraschallsensoren, Radaraugen oder Infrarot-Kameras. Zusammen mit anderen Helferlein wie der elektrischen Servolenkung braucht das Auto eigentlich gar keinen Fahrer mehr.

Ähnlich wie BMW es bereits demonstriert hat, zeigt nun auch Audi ein vollautomatisches Einparksystem für enge Garagen. Dabei kann der Fahrer das Auto vor der Garage verlassen und über den Funkschlüssel oder sein Smartphone die Anweisung zum selbständigen Einparken geben. Das Auto steuert mithilfe seiner Ultraschall-Sensoren in die Parklücke oder in die Garage. Wenn es Hindernisse erkennt, hält es an.

 

 

Stauassistent, Abstandsregelung und automatische Bremsfunktion - es kommt der Autopilot

Schon ziemlich seriennah erscheinen Systeme wie Audis Stauassistent. Er könnte zum Beispiel in der nächsten Q7-Generation eingeführt werden. Bis zu einem Tempo von 60 km/h hält der Stauassistent nicht nur automatisch Distanz zum Vordermann - wie es schon jetzt Abstandsregeltempomaten bei Audi, BMW, Mercedes, Lexus und vielen anderen Marken tun – sondern er übernimmt auch das Lenken. Das Auto folgt also brav dem Vordermann, ohne dass sein Fahrer die Hände aufs Lenkrad oder den Fuß auf die Pedale legen muss.

Allerdings sind sich die Entwickler noch nicht ganz sicher, wie sehr die Technik den Fahrer ersetzen soll. Wenn der Wagen drei Sekunden stillsteht, fährt er nicht automatisch wieder an, der Fahrer muss mit einem Zug am Tempomat-Hebel den Assistenten erst wieder in Gang bringen. Wenn der Fahrer längere Zeit weder Steuer noch Pedale berührt, schaltet sich der Autopilot zudem ab und der menschliche Pilot wird mit einem Signalton und einem „Bitte übernehmen“ im Bordcomputer-Display aufgefordert, wieder das Kommando an sich zu ziehen. Ebenfalls in Arbeit haben die Audi-Ingenieure eine automatische Notbremsfunktion. Während bei Volvo Daten von einer Kamera und von Radarsensoren ausgewertet werden, tastet bei Audi ein so genannter Photomischdetektor (PMD-Sensor) den Bereich vor dem Auto ab. Das System erkennt sowohl stehende als auch bewegliche Hindernisse – zum Beispiel Menschen auf der Fahrbahn – und das bei Tag und Nacht sowie bei schlechten Witterungsbedingungen. Ist ein Hindernis erkannt und der Fahrer reagiert nicht, legt der Wagen eine automatische Vollbremsung hin.

Bei Geschwindigkeiten oberhalb von 65 km/h übernimmt ein Laserscanner die Aufpasser-Funktion, denn er hat einen größeren Erfassungsbereich als der PMD-Sensor. Außerdem scannt er noch den Bereich neben dem Auto und entscheidet danach, ob er bei einem drohenden Auffahrunfall eine automatische Notbremsung schon früher einleitet. Wenn das System erkennt, das ein Ausweichen nicht möglich ist, erfolgt sehr früh eine Warnung, dann ein kurzes Anbremsen sowie zum Schluss die Vollbremsung. Die kann dann je nach Situation einen Unfall verhindern oder zumindest die Aufprallschwere verringern.

 

 

Nur ein einziges Mal

Reportage Porsche Race Car Classic

So ein Porsche-Treffen hatte es noch nie gegeben. 200 Legenden der Zuffenhausener Leidenschaft im exklusiven Rahmen der Quail-Lodge im kalifornischen Monterey. Wie in den USA üblich, ging es nicht nur um Sportwagen, sondern auch einen guten Zweck.

Dreikantschaber - die beiden weltweit Einzigen
Hauptinitiator Steve Heinrichs
Sergeant Falk von der Highway Patrol

US-TV-Star Jerry Seinfeld

 

400 Dollar Eintritt für den guten Zweck

Fahrzeuge wie die weltweit einzigen beiden Dreikantschaber, fünf Prototypen des ersten Porsche-Rennwagens 550 und 15 Porsche 904er in nahezu perfektem Zustand bekommt man nicht alle Tage zu sehen – auch nicht im Sportwagenmekka Monterey. 2.000 zahlungskräftige Porsche-Enthusiasten zahlten Eintrittspreise von 400 Dollar um ein Teil der Geschichte zu werden. Das Geld fließt bekanntlich umso leichter, wenn es um einen guten Zweck geht. Hier macht den Amerikanern niemand etwas vor. So sollte das Eintrittsgeld für die spektakuläre Porsche-Ausstellung kranken Menschen helfen. 350 Dollar des Eintrittspreises gehen direkt an die Bonni J. Addario Lungenkrebs-Hilfe – keinesfalls zufällig. Hauptinitiator Steve Heinrichs hatte vor Jahren selbst Lungenkrebs, den er schließlich besiegte: „Jeden Tag sterben 300 Menschen an Lungenkrebs. 80 Prozent davon haben entweder noch nie geraucht oder haben damit schon lange zuvor aufgehört. Und da ich mit viel Glück überlebt habe, möchte ich mit dieser Aktion den Kampf gegen den Lungenkrebs unterstützen. Das Porsche Race Car Classic gibt es nur heute. Das gab es noch nie und wird es auch in dieser Form nie wieder geben“, schwärmt Steve Heinrichs.

Dass ein Großteil der millionenschweren Traumautos auch noch besonders schnell fahren kann, zeigte sich bereits zwei Tage zuvor bei einer gemeinschaftlichen und von der örtlichen Polizei unterstützten Ausfahrt. Sergeant Falk von der Highway Patrol ließ es sich nicht nehmen, die Teilnehmer, darunter viele erfahrene Rennfahrer wie Hans Herrmann und Eberhard Mahle, daran zu erinnern, wer in seinem Bezirk das Sagen hat: „Es wird nicht überholt und wer Licht hat, macht dies auch an. Wir sorgen dafür, dass sie zusammen bleiben. Und keine Sorge, wir sind die Besten darin!“ Wer möchte da noch widersprechen? Zu den stolzen Besitzer der Sportwagenlegenden zählt auch der amerikanische TV-Star Jerry Seinfeld. Der Besitzer einer der größten Porschesammlung der Welt hat gleich fünf seiner Schätze mitgebracht, darunter auch der älteste im Originalzustand befindliche Porsche der Welt, ein 356 Gmünd Coupe. „Ich habe soeben erfahren, dass zwei meiner Sammelstücke schon mal in einem Rennen gegeneinander gefahren sein sollen. Ich habe da leider nur wenig Ahnung von“, gibt der 57-Jährige TV-Star zu.

Peter Hofmann
RSK Spyder in dem Jean Behra 1959 tödlich verunglückte
Hans Herrmann

Traurige Geschichte umgibt den RSK Porsche

Als einziger europäischer Privatmann brachte der Saarländer Peter Hofmann einen Abarth 356B Carrera GTL und einen RSK Spyder extra für diese Veranstaltung mit über den großen Teich. Seine größte Sorge war, „ob die beiden Schätze die 30tägige Seereise gut überstehen.“ Von den 21 jemals gebauten Abarth-Porsche existieren heuten nur noch 19 Exemplare und den RSK Spyder umgibt eine traurige aber gleichzeitig auch große Geschichte: „In diesem Fahrzeug ist der berühmte französische Rennfahrer Jean Behra 1959 ums Leben gekommen“, erklärte der 46-Jährige. Der Zeitzeuge und damalige Rennfahrkollege Hans Herrmann fügt sichtlich berührt und nachdenklich hinzu: „Ich habe Jean damals direkt vor dem Rennen auf der Avus in Berlin gesagt, dass er in der Steilkurve aufpassen solle, da es dort an dem Tag sehr rutschig war. Wenige Momente später ist er leider genau an dieser Stelle verunglückt.“

Ebenfalls aus Deutschland nach Kalifornien gereist ist Achim Stejskal. Der Leiter des Porsche Museums in Zuffenhausen hatte ein halbes Dutzend Raritäten im Gepäck und konnte auch noch nach mehreren Stunden und zahllosen Gesprächen kaum Worte für die spektakuläre Veranstaltung  finden: „Ich habe noch nie so viel schönes Tafelsilber auf einem Haufen gesehen.“ Ein weiterer Deutscher, der sogar auf ein paar Worte auf die sonst recht einsam gelassene Bühne gebeten wurde, war Wolfgang Porsche. Auf die Frage, was solch ein Treffen für ihn bedeute, antwortete er nur kurz: „Es ist gar nicht greifbar, was hier passiert“, und schaute sich weiter die lückenlos geführten Papiere und Unterlagen des 904er von Ernst und Tochter Kirsten Benzien an. Schnell wurde klar, dass auf dem satten Grün des Quail Lodge Golfclubs nicht nur bestaunt wurde, sondern auch der eine oder andere Verkauf in der Luft lag.

Weltrekord-Porsche 911R von 1967
1964er Porsche 356C Coupe
Eberhard Mahle

Legenden in Blech und im Rennanzug

Neben den historischen Boliden machten in einer kleinen Ecke Rennwagen der neueren Generation auf sich aufmerksam. Hier strahlte der Weltrekord-Porsche 911R von 1967 oder ein Stück weiter das jüngste Auto auf dem Rasen, der Rothman´s Porsche SCRS. Nur 20 Exemplare des Rennwagens sind jemals produziert worden. Fahrzeuge wie der Dolphin Sports Racer von Vic und Barbara Skirmants, der Bobsy-Porsche oder der Elva Porsche MK VII zählten hingegen zu den Autos beim Race Car Classic, die erst beim genauen Lesen der kleinen Beschreibungstafeln als echter Porsche zu identifizieren waren. Eine Anreise der besonderen Art hatte ein unrestauriertes 356 A Carrera Coupe. Er hat die Strecke von New York bis Carmel Valley auf seinen eigenen vier Reifen zurückgelegt. Während der ganzen 5.000 Kilometer musste ein Servicewagen hinter ihm herfahren, damit er eventuell verloren gegangene Teile wieder aufsammeln konnte. „Er hat kein einziges verloren“, erklärte sein Besitzer stolz. „Nur Tanken mussten wir dann und wann.“

Ohne die Rennfahrer der damaligen Zeit wäre die Veranstaltung nur halb  so unterhaltsam gewesen. Eberhard Mahle hatte es sich daher auch nicht nehmen lassen in seinem originalen Dunlop-Rennanzug von 1963 aufzutreten. „Dass der noch so gut aussieht haben wir alle meiner Frau zu verdanken“, lachte der erfolgreiche Rennfahrer. 220 Mal ist er bei Rallyes, Berg- oder Rundstreckenrennen an den Start gegangen und errang dabei 150 Klassen- und Gesamtsiege. An Tagen wie diesen, schlendert er am aber liebsten mit einem Karameleis in der Hand zwischen den fahrenden Erinnerungen herum und freut sich über den einen oder anderen Autogrammwunsch. „Es ist schon toll, nach all den Jahren noch erkannt zu werden“, gibt er zu.

Mike Reno und sein 356 A 1500 GS Carrera Speedster aus dem Jahre 1957

Ganz ohne Stars aus der Musikszene kam auch dieser Event nicht aus. Mike Reno von der kanadischen Band Loverboy präsentierte seinen 356 A 1500 GS Carrera Speedster aus dem Jahre 1957: „Porscheautos sind für mich einfach die besten Autos der Welt. Ich musste einfach einen haben.“ Privat fährt er einen 1997er 993, weil er „bei jedem Weg ins Studio Gänsehaut vor Freude am Fahren bekommen möchte.“ Ähnlich enthusiastisch sah es der Fine Art Fotograf Ron: „Ich versuche hier den Geist der Fahrzeuge mit meinen Fotos aufzufangen und für die Nachwelt zu archivieren. Es ist einfach unbeschreiblich.“ Am Ende des Tages schaffte es dann auch Steve Heinrichs, sich ganz in Ruhe jedes einzelne Auto etwas länger anzuschauen. „Zweieinhalb Jahre Planung haben sich voll und ganz gelohnt. Doch der Kampf gegen den Lungenkrebs ist noch lange nicht vorbei.“

 

 

Detailarbeit

Fahrbericht Audi A4 3.0 TDI quattro

Auf den ersten Blick erscheinen die vielen kleinen Änderungen am Audi A4 wenig aufregend. In Summe bedeuten sie eine gründliche Überarbeitung. Der Durchschnittsverbrauch der gesamten Motorenpalette sank um über zehn Prozent.

Während alle Welt nach Japan schaut und die Neuheiten der Tokio Motor Show bewundert, präsentiert Audi seinen überarbeitetet A4. Obwohl der A4 das volumenstärkste Audi-Modell ist - in Deutschland hat man in dem Segment einen Marktanteil von fast 15 Prozent - gibt sich der Autobauer aus Ingolstadt wohltuend unprätentiös. Entsprechend unspektakulär gerät auch die erste Ausfahrt. Schnell zeigt sich, dass der A4 keine seiner bekannten Tugenden eingebüßt hat. Es gibt genügend Platz für vier Personen, der Kofferraum ist geräumig und auch im Fond reichen Bein- und Schulterfreiheit auch für längere Fahrten. Die Verarbeitung ist auf bekannt hohem Niveau und die Sitze sehr gelungen.

Nach wenigen Kilometern in den zerklüfteten Bergen abseits der Küstenstraße, macht sich in den Serpentinen sofort eine weitere Stärke des Audi A4 bemerkbar: das Fahrwerk. Auch enge Kurven quittiert der A4 mit erstaunlich wenig Seitenneigung. Dabei muss nicht auf Komfort verzichtet werden. Die Lenkung ist präzise und vermittelt ein hohes subjektives Sicherheitsgefühl. Hier zahlt sich die Entwicklung der neuen elektromechanischen Servolenkung aus. Gegenüber einer konventionellen hydraulischen Lösung verbraucht sie im Geradeauslauf keine Energie und trägt so zusätzlich zur Verbrauchsreduzierung bei. Gleichzeitig lässt sich das Handling per Menüeinstellung nach den eigenen Vorlieben anpassen. Braucht man eher mehr Unterstützung, weil man im engen Großstadtverkehr viel Kurbeln muss oder bevorzugt man eine eher sportlich direkte Einstellung: im Audi A4 kann der Fahrer das selber bestimmen.

Unter der Motorhaube hat Audi am meisten gearbeitet. Die stärkste Motorisierung ist der A4 3.0 TDI quattro mit 180 kW/ 245 PS und sinnvollem Allradantrieb. Der bietet ein Drehmoment von 500 Nm und verbraucht im Durchschnitt gerade einmal 5,9 Liter Diesel. Den Spurt 0 auf Tempo schafft er in 5,9 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt 250 km/h. Von diesem Sechszylinder gibt es auch eine verbrauchreduziertere Version mit 150 kW/ 204 PS. Der Motor hat dann 400 Nm ein stufenloses Automatik-Getriebe und er genehmigt sich nur 5,1 Liter vom teuren Rohölprodukt. Das reicht für 235 km/h. Es geht aber noch besser. Der 2.0-Liter-TDI gibt es mit 120, 143 und 177 PS. Beide Motoren begnügen sich im überarbeiteten A4 mit rund 4,5 Litern Diesel. 216 km/h sind für die mittlere Version trotzdem drin. Insgesamt gibt es für den Audi A4 23 Motor-Getriebe-Kombinationen. Da sollte für jeden was dabei sein.

Das Umweltbewusstsein macht aber bei den Selbstzündern nicht halt. Effizienzmeister bei den Ottomotoren ist der neue 1,8-Liter Vierzylinder mit 125 kW/170 PS und 320 Nm Drehmoment. Der Verbrauch konnte gegenüber dem Vorgängermodell um 19 Prozent reduziert werden und liegt jetzt bei 5,7 Litern. Bei aller Benzinsparerei kommt der Fahrspaß nicht zu kurz. Der Einsteiger-Benziner 1.8 TFSI mit 88 kW/120 PS ist dagegen nicht mehr als eine solide Basis. Der 2.0 TFSI ist der einziger Vierzylinder-Ottomotor, der auch als Allradversion zu bekommen ist. Er leistet 180 bzw. 211 PS und schafft 232 bzw. 246 km/h. An der Spitze steht der 3.0 TFSI in zwei Quattro-Varianten. Im A4 hat der Sechszylinder 200 kW/272 PS.

Im sportlichen Topmodell S4 erhöht sich seine Leistung auf 245 kW / 333 PS. Die Fortschritte bei der Verbrauchsreduzierung sind  Optimierungen des Motors, aber auch dem serienmäßigen Einsatz des Start-Stopp-Systems zu verdanken. Das Start-Stopp-System ist nicht die einzige elektronische Neuerung im A4. Noch mehr Elektronik ist von den höheren Baureihen in den A4 eingezogen. So wurde das Multimediasystem MMI-Navigation mit Festplatte, Farbmonitor, Bluetooth, 3D-Grafik und DVD-Player verbessert und mit einem optionalen Digitalradio ausgestattet. Als High-End-Ergänzung gib jetzt ein MMI Navigation plus, das, unter anderem einen WLAN-Hotspot für bis zu acht mobile Geräte bereitstellt, mit denen dann über UMTS auch während der Fahrt gemailt und gesurft werden kann.

 

Oberklassengefühl bekommt der Fahrer mit den verfügbaren Assistenzsystemen. Gegen Aufpreis gibt es ein Fahrerinformationssystem das auch Pausenempfehlung gibt. Es erkennt an den Lenkbewegungen und weiteren Parametern den Grad der Ermüdung. Ebenfalls optional gibt es einen Abstandstempomaten. Er hält den stets in konstantem Abstand zum Vordermann. Bei Geschwindigkeiten unter 30 km/h leitet es eine Vollbremsung ein, falls ein Auffahrunfall droht.

Der Spurhalte-Assistent unterstützt den Fahrer, auf dem rechten Weg zu bleiben. Eine Kamera erkennt herfür die Linien auf der Straße. Bei Bedarf greift es leicht in die Lenkung ein und korrigiert. Der Audi Überhol-Assistent überwacht den Raum hinter dem Fahrzeug per Radar und erkennt wenn sich anderes Auto im toten Winkel aufhält. Alle diese Einbauten sind aufpreispflichtig. Das "Audi Drive Select" hat einen weiteren Modus erhalten. Der Fahrer kann jetzt zwischen Comfort, Auto, Dynamic, und Efficiency wählen. Nur mit der letztgenannten Einstellung sind die oben genannten Verbrauchswerte zu erreichen. Das System optimiert die Lenkunterstützung, die Dämpfung, die Gaspedal- und Schaltkennlinie, den Fahrassistenten und weitere Geräte für den jeweils gewünschten Modus.

Der Basispreis für den Audi A4 1.8 TFSI beginnt mit mäßiger Serienausstattung bei 27.500 Euro; ab Ende Januar sind die neuen Modelle im Handel.

 

 

Fassbare Zukunft

Studien auf der Tokio Motor Show

 Die Japaner lieben verrückte Gameshows, bunte Mobiltelefone und Manga-Comics. Auf der Tokio Motor Show lassen die Designer ihren Gedanken zumindest bei den Studien freien Lauf.

Toyota Fun-VII
Elektroauto Toyota FT-EV III
Daihatsu Sho Case

Der durch die Katastrophe von Fukushima stark getroffene Toyota-Konzern zeigt sich auf seinem Messestand in Wiederaufbaulaune. Unter dem Motto Re-Born präsentieren die Vorzeige-Japaner unter anderem die Studie Fun-Vii. Ein auf den ersten Blick schwarzes Ungetüm in Kabinenrollerform, das seine Außenfarbe ändern kann. Der Toyota Fun-Vii  misst in der Länge 4,02 Meter und bietet Platz für drei Personen.

Eine Weltpremiere ist das Elektroauto FT-EV III. Der 3,11 Meter kurze Toyota schafft mit einer voll aufgeladenen Lithium-Ionen-Ladung 105 Kilometer. Ebenfalls das erste Mal im Messezentrum Big Sight zu sehen ist das Brennstoffzellen-Fahrzeug Toyota FCV-R mit einer Reichweite von bis zu 700 Kilometern. Eine Markteinführung ist für das Jahr 2015 geplant. In einem auffälligen Zebra-Look zeigt sich die reine Designstudie des Toyota Zulieferers Boshoku. Während sich die beiden Fondpassagiere auf ihren Einzelsitzen mit den abnehmbaren i-Pads beschäftigen können, stehen für Fahrer und Beifahrer großzügig dimensionierte Farbdisplays zur Verfügung.

Ein Show-Car wird wohl der 3,40 Meter lange Daihatsu Sho Case bleiben. Der, dank seiner fehlenden Überhänge wie eine rollende Box aussehende Daihatsu, bietet Platz für vier Personen. Sollten weniger mit ihm fahren wollen, können die Sitze einfach flach im Boden verstaut werden. Eine Etage tiefer sitzt die Energiequelle in Form von Brennstoffzelle und Elektromotor. Türen gibt es nicht. Diese wurden durch eine überdimensional große Klappe auf der Beifahrerseite ersetzt. Tuningfans werden besonderes von den beleuchteten Felgen begeistert sein.

Suzuki Regina
Suzuki Regina
Suzuki Q-Concept
Suzuki Q-Concept

Bei Suzuki geht es mit den sehenswerten Studien Regina und Q-Concept äußerst bunt zu. Der in einem auffälligen Grün gehaltene Regina soll über einen 0,8 Liter-Direkteinspritzer verfügen. Über die Anzahl der Zylinder oder die Leistungsstärke des 730 Kilogramm leichten Kompaktfahrzeugs wird noch nichts verraten. Er soll als Serienmodell jedoch nicht mehr als drei Liter verbrauchen. In knalligem orange zieht der der Suzuki Q-Concept  die Kameraobjektive magisch an. Das Elektroauto mit vier Radnabenmotoren ist ausschließlich für Städter konzipiert worden, die sich in einem Cityradius fortbewegen wollen. Die maximale Reichweite beträgt 50 Kilometer. 15 kW / 20 PS und eine Länge von 2,5 Metern werden mehr auch kaum zulassen. Die beiden Passagiere sitzen im Q-Concept hintereinander.

Mazda Takeri

Takeri heißt die schmucke Studie aus dem Hause Mazda, die der Nachfolger des Erfolgsmodels Mazda 6 werden soll. Die mit dem neuen Markengesicht designte Mittelklasse-Limousine verfügt über ein regeneratives Bremssystem, welches die beim Abbremsen und im Beschleunigen zur Verfügung stehende kinetische Energie in elektrische Energie umwandelt. Mit der so erzeugten und auch gespeicherten Energie werden allerdings nicht der Antrieb, sondern elektrische Komponenten wie das Radio oder die Klimaanlage versorgt, was wiederum den Verbrauch reduziert.

Angetrieben wird der erstmals auf dem japanischen und amerikanischen Markt identische Takeri von einem 2,0 Liter-Benzin- und einem 2,2 Liter-Diesel-Motor mit Start-Stopp-Automatik. Seine Weltpremiere feiert der neue Mazda 6 auf dem Pariser Autosalon im Herbst kommenden Jahres.

Mitsubishi Hybrid-SUV Concept
Subaru Advanced Tourer Concept

Mit gut zwei Litern Benzin soll Mitsubishis Hybrid-SUV Studie Concept PX-MiEV II auskommen. Der vermeintliche Nachfolger des Allradmodell Outlander vereint den Elektroantrieb des i-MiEV, vorn und hinten je ein 80 PS-E-Motor, mit einem 77 kW / 105 PS starken Zweiliter-Benzinmotor. Rein elektrisch soll das 4x4-Fahrzeug rund 50 Kilometer weit kommen. Wird der Benzinmotor des 4,66 Meter langen Fünfsitzers genutzt muss erst nach 800 Kilometern gestoppt werden. Ob elektrisch oder verbrennend gefahren wird, entscheidet der Fahrer über Knopfdruck.

 

Mit dem Advanced Tourer Concept wagt Subaru einen schicken Ausblick auf die Zukunft im Kombi-Segment. Der 4,58 Meter lange und 1,84 Meter breite Sports Tourer verfügt über einen 1,6 Liter-Turbobenzinmotor, ein stufenloses Automatikgetriebe und ein Hybridsystem. Um dieses System möglichst unkompliziert und leicht zu halten, hat Subaru in der Studie nur einen Elektromotor verbaut, der beim Anfahren sowie bei niedrigen Geschwindigkeiten alle vier Räder antreibt. Beim Bremsen fungiert er als Generator und speist den Lithium-Ionen-Akku.

Honda präsentiert in Tokio ein zweisitziges Cabrio mit Elektroantrieb. Der Hecktriebler soll über eine Reichweite von 160 Kilometern und eine maximale Leistung von 58 kW verfügen. Mit 160 km/h Spitze gehört der 3,57 Meter lange und 1,50 Meter schmale Freiluft-Stromer zu den schnelleren Elektrofahrzeugen auf der Tokio Motor Show.

Honda EV-Ster