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Motorshow Essen, Porsche Panamera, Mercedes E-KLasse 2009, Offroad Erprobung Jeep

 

 

Essen Motorshow 2008 beginnt

Unter dem Motto „Automobil pur - Emotion pur“ startet am kommenden Samstag, den 29.11. wieder die Weltmesse für Automobile, Tuning, Motorsport und Classics in Essen. Natürlich sind wir wieder mit von der Partie, darum besuchen Sie uns unbedingt in Halle 10/Stand 305. Wir laden Sie herzlich ein und freuen uns auf Ihren Besuch!

Neues PDI-System mit Injektor-Adapter.

PDI-System und Zusatz-Steuergeräte für Turbo-Benziner werden vorgestellt

Als Neuheiten präsentieren wir in diesem Jahr die neuen PDI-Systeme für CommonRail-Diesel mit direkter Injektor-Ansteuerung und Multi-Kennfeld-Technik.

Ferner zeigen wir erstmalig Zusatz-Steuergeräte-Lösungen zur Leistungsoptimierung von Turbo-Benzinern. In unserem Programm finden sich bereits Systeme für den neuen Alfa Mito, für die T-Jet-Motoren im Fiat Bravo, Fiat 500 und Fiat Grande Punto, sowie den Mini Cooper S 1.6 Turbo und den Lancia Delta. Weitere Systeme folgen in Kürze!

 

 

Weltpremiere Porsche Panamera

Porsche für vier

Porsche bricht in diesen Tagen mit einer Reihe Tabus. Erst die Bestätigung der seit längerem bekannten Nachricht, dass der Cayenne ab kommendem Frühjahr auch mit Dieselmotor zu bekommen sein wird. Jetzt folgen die ersten offiziellen Bilder des Viertürers Panamera.
 
Wirklich überraschen werden die Fotos des neuen Panamera kaum jemanden. Nachdem es in der Porsche-Familie keinen Vorgänger gab, hielten sich die werkeigenen Bestrebungen in Grenzen, den Viertürer in den letzten eineinhalb Jahren wirklich effizient zu tarnen. Zum anderen wurden einige Detailfotos bereits vor längerem der Öffentlichkeit zugänglich. Während sich das ein oder andere viertürige Coupé sich in diesen Tagen als Rohrkrepierer zu entpuppen scheint und beispielsweise BMW seinen seit langem massiv beworbenen CS als sportlichen Ableger des 7ers klammheimlich hat unter den Tisch fallen lassen, so schöpft Porsche scheinbar aus dem Vollen. Der neue Porsche Panamera soll besonders in den USA, Asien und dem Mittleren Osten ein Renner werden.

Die Erwartungen an den 4,97 Meter langen Panamera sind dabei auf allen Märkten besonders groß. Der Viertürer zeigt Designelemente aller aktuellen Porsche-Modelle. Besonders Front und Heck zeigen sich im bekannten Zuffenhausen-Stil.

An den noch stärker als beim Aston Martin Rapide in die Länge gezogenen Radstand müssen sich die meisten Porsche-Fans dagegen wohl noch gewöhnen. Die Fensterlinie läuft in Richtung der C-Säule sehr eng zusammen. Trotzdem wird der Panamera bulliger als die Konkurrenzmodelle Aston Martin Rapide, Maserati Quattroporte, Mercedes CLS und den geplanten Lamborghini Estoque.

Das Minus an Lichteinfall werden die Insassen des Fonds durch viel Beinfreiheit und enge Sportsitze ausgleichen müssen. Mit einer Breite von 1,93 Meter und einer Höhe von gerade einmal 1,42 Metern scheint er auf der Straße zu kauern wie eine Katze.

Zu den Kunden kommt der neue Porsche Panamera im kommenden Spätsommer. Details zu Antrieb und Preisen wollen die Stuttgarter erst im kommenden Jahr Preis geben.

Kein Geheimnis dürfte dagegen sein, dass die Motoren mit sechs und acht Zylindern über modernste Technik in Verbindung mit Benzindirekteinspritzung und Doppelkupplungsgetriebe verfügen werden. Die Saugversion sollte rund 400 PS haben; der Turbo deutlich über 500.

Zahlreiche Leichtbaukomponenten sollen dafür sorgen, dass der Panamera kein solches Schwergewicht wird, wie vergleichbare Modelle auf dem Markt. Zudem haben die Porsche-Entwickler bei aller Sportlichkeit ein besonderes Augenmerk auf einen günstigen Verbrauch gelegt.

Der Basispreis der vierten Porsche-Generation dürfte dagegen kaum unter 85.000 Euro liegen.

Zudem wird der Viertürer auch vier Sitze und einen vom 911er entliehenen Vierradantrieb bekommen. Mehr „vier“ geht kaum.

Im Gegensatz zum SUV Cayenne bleibt dem neuen Grand Tourismo jedoch ein Dieselmotor vorenthalten. Dafür soll Ende 2010 ein besonders sparsamer V6-Hybrid folgen. Die neue Porsche-Baureihe wird im Werk Leipzig produziert. Dort entstanden eine rund 22.000 Quadratmeter große Fertigungshalle und ein entsprechendes Logistikzentrum. Die Kapazität ist auf rund 20.000 Einheiten ausgerichtet.

Während die Motoren des Panamera im Porsche-Stammwerk in Zuffenhausen hergestellt werden, wird das Volkswagen-Werk in Hannover die lackierte Rohkarosserie zuliefern. In Leipzig werden die Fahrzeuge dann montiert.

 

 

 

Hintergrund Mercedes E-Klasse

Blick in die Zukunft

Mit Einführung der vorletzten E-Klasse der Baureihe W 210 sah man die Mercedes-Welt mit anderen Augen. Die neue E-Klasse schaut immer noch mit vier Scheinwerfern in die kaufkräftige Welt hinaus – und will ganz nebenbei das sicherste Auto der Welt sein.

In Sachen Design durfte man bei einem Massenmodell wie der Mercedes E-Klasse keine Wunder erwarten. Ähnlich wie beim VW Golf ist die Kundschaft treu, da darf man nicht zu viel riskieren. So gibt es ein gutes Stück bekannter E-Klasse W 211, einen Hauch CLS und einen Schuss der Luxus-S-Klasse. Fertig ist die Baureihe W 212. Bei den Motoren gibt es zunächst einmal wenige Neuigkeiten. Im europäischen Volumenbereich wird sich viel um den neuen 2,2 Liter Diesel drehen, der in Leistungsstufen zwischen 170 und 204 PS für Fahrspaß und Sparsamkeit sorgen soll. Mittelfristig gibt es zudem neue Benzindirekteinspritzer und Turbotriebwerke. 4matic- und AMG-Versionen sind ebenso selbstverständlich wie das später auf den Markt kommende T-Modell und ein viersitziges Cabriolet.

Hightech-Ausstattung und jede Menge Assistenzsysteme

Die Hightech-Ausstattung der neuen Mercedes E-Klasse kennt zumindest in Sachen Sicherheit kaum Grenzen. Erst vor wenigen Monaten hatte die jüngste Generation des BMW 7er mit einem fast schon unübersichtlichen Paket von Hightech die Öffentlichkeit beeindruckt. Die neue E-Klasse kann noch ein bisschen mehr und bringt mit einem echten Notbremsassistenten und einem Müdigkeitswarner zwei neue Sicherheitskomponenten auf den Markt, die das Autofahren nochmals deutlich sicherer machen sollen.

Das Paket von Fahrerassistenzsystemen ist dabei so groß, dass man glaubt in einem Bus Platz nehmen zu müssen. Die unsichtbaren Helfer für den sicheren Abstand zum Vordermann, einen Schutzengel der immer in den Rückspiegel schaut oder genau das richtige Licht anschaltet, arbeiten jedoch im Verborgenen und belegen keinen der bequemen fünf Sitzplätze im neuen Oberklassemodell.

Einschlafwarner ab 2009 serienmäßig

Ein großer Wurf scheint den sicherheitssüchtigen Schwaben mit dem Einschlafwarner gelungen. Seit vielen Jahren forschten die Entwicklungsabteilungen von zahlreichen Autoherstellern, um dem Sekundenschlaf den Schrecken zu nehmen. Gingen die meisten Entwickler lange Zeit auf Augen und speziell auf die Pupillenbewegung, so hat Mercedes eine völlig andere Lösung und misst das Verhalten des Fahrers in Bezug auf Lenkzeit, Lenkbewegungen, Uhrzeit und Fahrgewohnheiten an 70 Faktoren.

Der Schlüssel zum Sicherheitsglück liegt in einem besonders feinfühligen Lenksensor. Misst der in Abstimmung mit den Gegebenheiten einen schreckhaft lenkenden Piloten gibt es eine Warnmeldung mit entsprechendem Pausenhinweis. Im Gegensatz zu vielen anderen Sicherheitsausstattungen bietet Mercedes bei der neuen E- und wenige Wochen später bei der Überarbeitung der S-Klasse das ganze ab Frühjahr 2009 serienmäßig.

Das würde man sich auch für Sicherheitsdetails wie ein intelligentes Xenonlicht, Abstandstempomat oder Überhol- und Spurhalteassistent wünschen. Doch hier bleibt man dem Premiumgrundsatz treu, dass derartige Annehmlichkeiten ihren teuren Aufpreis haben.

Nachtsichtgerät und autonome Vollbremsung

Neu in der E-Klasse ist auch das von der S-Klasse übernommene und weiter entwickelte Nachtsichtgerät, das ab sofort auch über eine Objekterkennung verfügt. Befinden sich Personen auf der Fahrbahn, werden diese auf dem Multifunktionsbildschirm im Cockpit durch Fotoecken gekennzeichnet.

Neu und ein wichtiger Schritt in Sachen Sicherheit ist die autonome Vollbremsung, die erstmals in einem Serien-PKW verbaut ist. Reagiert der Fahrer beim Auffahren auf ein Hindernis nicht auf Warnhinweise und die autonome Teilbremsung, tritt der Sicherheits-Benz 0,6 Sekunden vor einem sicheren Aufprall eigenmächtig in die Eisen – zumindest mit der Sonderausstattung Distronic Plus. „Durch unsere Pre-Safe-Bremse reduziert sich die Aufprallgeschwindigkeit um 16 km/h“, so Christian Früh, zuständig für Bremsen und Assistenzsysteme im Hause Mercedes, „insgesamt hat die neue E-Klasse am Computer 17.500 Crashtests am Computer und mehr als 150 in der Realität bestehen müssen.“

Für Sicherheit an Bord sorgen unter anderem ESP, Bremsassistent, neun Airbags, ABS und eine um 30 Prozent steifere Karosserie. „E- und S-Klasse sollen in Sachen Sicherheit zukünftig eng zusammenrücken“, erklärt Ulrich Mellinghoff, Entwicklungsleiter im Bereich Mercedes-Sicherheit, „das Auto soll bei uns zukünftig ein denkender Partner sein.“

Doch so sicher und hightech-orientiert die neue E-Klasse, die im Frühjahr kommenden Jahres auf den Markt kommt auch ist, eine längst bei der auch niederklassigen Konkurrenz etablierte automatische Feststellbremse fiel dem Rotstift zum Opfer. So wird diese wie in den 70er Jahren immer noch mit dem Fuß festgestellt und links am Armaturenbrett manuell gelöst – angesichts der anderen Zukunftskomponenten fast schon peinlich.

Verkehrszeichenerkennung und aktive Motorhaube

„Eine Vision vom unfallfreien Fahren ist in absehbarer Zeit wohl nicht zu verwirklichen, aber wir sind auf einem guten Weg“, so Christian Früh.

Unterstrichen wird dies durch Details wie einen zusätzlichen Hüft-Airbags, die Verkehrszeichenerkennung oder eine aktive Motorhaube, die den Fußgängeraufprall abmildern soll. Bereits beim Einsteigen in die E-Klasse wird der Gurt sanft vorgestrafft. Dann kann man in Ruhe den eleganten und hochwertigen Innenraum bestaunen. Schließlich geht es nicht nur um Technik. Das Auge isst ja auch mit. Und das kommt besonders im Innenraum der neuen Mercedes E-Klasse nicht zu kurz.

 

 

 

 

 

Reportage Offroad-Erprobung in Utah

Indianer des 21. Jahrhunderts


Den Rubicon Trail am Lake Tahoe kennt jeder 4x4-Fan. Doch das spektakulärste Offroad-Paradies der USA befindet sich in der Moab-Wüste im Südwesten von Utah. Jeep testet seine Geländewagen hier im härtesten Geländeeinsatz.

Martin G. Morse blickt fast schon gelangweilt auf den silbernen Jeep Commander, der sich gerade eine steile Felswand herunter quält. Der Pilot kann kaum etwas sehen, weil die Schnauze des Geländewagens fast senkrecht in den Sand sticht. Der Copilot hat die spektakuläre Schräglage längst verlassen und weist den Testfahrer Zentimeter für Zentimeter ein. Die Regelsysteme des Commander arbeiten auf Hochtouren und Dank des erfahrenen Ingenieurs am Steuer zirkelt sich der zwei Tonnen schwere Geländewagen ohne größere Probleme durch den Trailparcours in 1.500 Metern Seehöhe.

„Wir sind mehr als 30 Mal pro Jahr hier, um unsere Geländewagen auf Herz und Nieren zu testen“, erzählt Martin G. Morse, bei Jeep für die Fahrzeugentwicklung zuständig, „für uns sind die Offroad-Strecken rund um Moab unerlässlich, um unsere neuen Fahrzeuge abzustimmen. Das geht nirgends besser.“

Mekka der Offroader

„Jeep testet seine Autos hier schon mehr als 50 Jahre“, ergänzt Thomas Hausch, Vizepräsident International Sales bei Chrysler, „mittlerweile hat sich Moab daher zu einem echten Jeep-Mekka entwickelt.“ Wer das 5.000-Seelen-Nest im Südwesten des US-Bundesstaates Utah durchfährt, sieht schnell, dass die Gegend schon bessere Zeiten gesehen hat. Ehemals wurden hier in zahllosen Minen Edelmetalle abgebaut. Die einzigen Metalle, die es heute noch zu bestaunen gibt, haben zwei und vier Räder.

An jeder Straßenecke im verschlafenen Moab gibt es Vermietungen von Geländewagen, Moto-Cross-Maschinen und Mountainbikes. Viele abenteuerlustige Freizeitsportler haben die Gegend rund um Moab, rund sechs Autostunden von Denver entfernt, längst zu einem ihrer Liebungsziele ausgemacht.

So lief der Tourismus dem Abbau von Bodenschätzen in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts den Rang ab. Viele der Besucher müssen sich keinen eigenen Geländewagen mieten; sie kommen direkt mit dem eigenen Offroader oder ziehen ihn auf einem Trailer hinter sich her. Serienmodelle sieht man selten. Die meisten sind mit Spezialfahrwerken, Kletterreifen, Sperren und Winschen ausgestattet.

Ehe sich die Freizeit-Allradler auf dem Colorado-Plateau breit gemacht haben, waren die Entwicklungsabteilungen einiger Geländewagenhersteller hier. Allen voran das Allrad-Urgestein Jeep, die als robuster Chrysler-Ableger den amerikanischen Allradtraum leben, wie kein anderer. „Wenn wir mit Prototypen unterwegs sind, tragen die Fahrzeuge natürlich eine Camouflage-Tarnung. Dann ist die Aufmerksamkeit der Offroad-Fans natürlich besonders groß“, erzählt Morse, „aber oft genug haben die Fahrzeuge auch neue Technik im bekannten Blechkleid. Dann merkt es sowieso keiner, was hier erprobt wird.“

In den kniffeligen Geländepassagen werden Fahrwerkskomponenten und Vierrad-Systeme den härtesten Praxistests unterzogen. Ähnliche Geländepassagen gibt es nur selten auf der Welt; unter anderem auf dem Schöckl in der Nähe von Graz und auf dem legendären Rubicon Trail am Lake Tahoe nahe Reno.

"Passagen an denen man nicht einmal zu Fuß hoch kommt..."

Die abgeschliffenen Sandsteine auf den mehr als 30 offiziellen Trials haben es in sich. Auf den alten Versorgungswegen zu Uran-, Vanadium- und Kupferminen müssen die Klettergeräte zeigen, was sie können. Ohne genügend Bodenfreiheit, große Rampen- und Böschungswinkel oder einen exzellenten Allradantrieb geht da nichts. „An vielen Passagen kommt man nicht einmal zu Fuß hoch“, so einer der Instruktoren aus Moab, „doch mit einem guten Allradler wie den Jeep Cherokee und entsprechendem Fahrkönnen ist das alles halb so wild.“

Das denken sich auch die mehr als 1.000 Jeep-Fahrer, die jedes Jahr zu Ostern mit ihren Fahrzeugen zur legendären Easter Safari nach Moab kommen. Ein paar Tage sein Können auf den harten Trial-Passagen testen, eingesäumt von Colorado River und imposanten Sandsteinfelsen. Die schimmern besonders am Morgen und am Abend in einem tiefen dunkelrot und geben der Region einen unvergleichlichen Charme. In der Umgebung liegen die Nationalparks Arches und Canyonlands sowie der Dead Horse State Park und die grandiosen La Sal Mountains.

Martin G. Morse, Fahrzeugentwicklung Jeep

Für Martin G. Morse ist das alles nicht wirklich neu. „Doch auch ich bin jedes Mal beeindruckt, wenn wir wieder zum Testen hier sind. Und ich weiß, wenn unserer Fahrzeuge diese Strecken mit steilen Auf- und Abstiegen, Geröll und Verschränkungen packen, gehören sie zu den besten Allradautos der Welt.“

Stolz verweist er dabei auf die Bergabfahrhilfe von Commander und Grand Cherokee, die insbesondere hier ihren Feinschliff bekam. „Damit kann man die steilsten Passagen herab fahren, ohne den Fuß auf der Bremse zu haben. Es gibt zwar auch ein paar andere Allradmarken hier“, so Morse weiter während er auf die Sedimentschichten des Navajo-Sandsteins blickt, „aber die allermeisten fahren einen Jeep – am besten einen Wrangler. Der ist hier nicht zu schlagen.“