Kfz-Versicherung: Anpassung der Regionalklasse 2023

Was jetzt wichtig für Sie wird

Die hohen Spritpreise erschüttert bereits die finanzielle Lage vieler Deutscher. Nun soll 2023 die Kfz-Versicherung durch die neue Einstufung der Regionalklasse ebenfalls steigen. Dabei ist es egal ob Sportwagen mit Tuning oder Familienfahrzeug, eine Versicherung im Straßenverkehr ist notwendig.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) passt jedes Jahr für 400 Zulassungsbezirke in Deutschland die Regioklassen neu an. Denn: Die Regioklasse wird durch die Schadensbilanz der Zulassungsbezirke berechnet. Je nachdem, wo mehr Schaden gemeldet wurde, verschlechter sich in diesen Kreisen auch die Regionalklasse. Alleine 33 von 53 Städte und Kreise in Nordrhein-Westfalen müssen dadurch in andere Klassengrenzen eingestuft werden. Generell gilt, je niedriger die Klasse, desto günstiger der Beitrag bzw. Prämie. Die Regioklasse gelten für Kfz-Haftpflicht, Voll- und Teilkaskoversicherung.

Bei der Haftpflicht ist für die Regionalklasse die Versicherungsleistung für geschädigte Dritte ausschlaggebend. Bei Kaskoversicherten haben Versicherungsleistungen nach selbstverschuldeten Unfällen/alle anderen Kasko-Schadenfälle Einfluss auf die Klasse (bspw. Autodiebstahl, Glasschäden, Wildunfälle, Fahrzeugbrände, Schäden durch Naturereignisse).

Ändert sich Ihre Regionalklasse?

Insgesamt betrifft 37% aller Haftpflichtversicherten die Änderung Regioklasse. 10 Millionen Autofahrer werden hier höher eingestuft und 3,3 Millionen niedriger. 26,8 Millionen haben dabei Glück und bleiben in der gleichen Regioklasse. Kaskoversicherte haben weniger Verschiebung: Nur 2,8 Millionen Voll- und 3,1 Millionen Teilkaskoversicherte werden höher und 0,9 Millionen Voll- und 2,9 Teilkaskoversicherte niedriger eingestuft. Die restlichen 27,7 Millionen können unbesorgt sein: Für sie steht keine Änderung bevor. Welche Regioklasse für Ihre Kfz-Versicherung in Ihrem Kreis gilt, finden Sie hier.
Allerdings ist unklar, wie stark die Regionalklasse den Gesamtversicherungsbeitrag beeinflussen wird, da neben der Regionalklasse auch weitere Faktoren eine große Rolle spielen für die Beitragserhöhung. Unter anderem wird hierbei mit einbezogen, welcher Fahrzeugtyp versichert ist. Ein Kleinwagen wie Hyundai i20 oder VW Polo GTI oder ein Kompaktwagen wie Kia Ceed, Skoda Octavia Combi, ID3 oder Seat Leon sind deutlich günstiger bei der Versicherung. Hingegen sind Sportwagen wie Audi A6, BMW M2 oder Mercedes E-Klasse, aber auch SUVs wie Tesla Model 3, VW Tiguan oder BMW X1.

Mehr Sparen mit dem Auto

Wer Geld sparen will, sollte sich zum Ende des Jahres einen neuen Tarif suchen. Kfz-Versicherungstarife sinken jährlich im Herbst ab Mitte Oktober bis zum Wechselstichtag am 30. November. Wer seine Versicherung lieber behalten will oder noch mehr sparen möchte, kann seinen Spritverbrauch senken: Beispielsweise durch das Installieren eines Eco-Tunings, das für bis zu 15% Spritersparnis sorgt. Bei einer Verbrauchsminderung von 2 Liter auf 100 km kann bei einem aktuellen Spritpreis von 1,924 € auf 10.000 km* bereits 384€ eingespart werden.

*Die Angaben beruhen auf einer Testung der Autobild in einem Golf 8 R 2,0-Liter R4/16 mit 320 PS, Verbrauch 7,0 Liter. Für die Berechnung der Kraftstoffkosten wurde ein Super Preis von EUR 1,924 pro Liter angenommen. Quelle: Deutschland, Statistisches Bundesamt
Wer ein Chiptuning in sein Fahrzeug einbauen will, um Sprit zu sparen oder auch mehr Leistung zu gewinnen, sollte auch hier auf der sicheren Seite bleiben. Ein TÜV-Teilegutachten wird benötigt, um Ihr Fahrzeug legal weiterzunutzen und bestätigt gleichzeitig die Sicherheit und Funktionsfähigkeit des Zusatzmoduls. Noch sicher wird es mit einer zusätzlichen Tuningversicherung, die alle getunten Anbauteile bei einem Schadensfall mitversichern.